Hast du Töne? Eine Klangreise für die Kleinen in der Oper Frankfurt

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Als unsere Musikgarten-Leiterin erzählte, dass sie Karten für die Konzertreihe „Aramsamsam“ der Oper Frankfurt hat, war ich sofort Feuer und Flamme. Insbesondere nachdem ich Sophies Bericht Händel meets Lollipop über die Tonhalle in Düsseldorf gelesen habe, war ich äußerst neugierig, was in Frankfurt für die Kleinen angeboten wird und wie die Kinder – natürlich speziell meine Tochter – auf die Konzerte reagieren.
In den Mitmachkonzerten wird den Kleinen zwischen zwei und vier Jahren „die bunte Welt der Oper“ durch Sänger und Musiker aus dem Ensemble näher gebracht. Kindgerecht und interaktiv behandeln die Stücke unterschiedliche Themen. Unseres heißt „Psst, psst! Habt ihr schon gehört …?“

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Gemeinsam mit der Detektivin Heike begeben sich die Kinder auf die Suche nach verschwunden Musiktönen. Wusstet ihr übrigens, dass Musiktöne eine verblüffende Ähnlichkeit mit orangefarbenen Tischtennisbällen haben?

Die Kinder sitzen auf einem roten Teppich vor der ebenerdigen Bühne des Holzfoyers und sind vom ersten Moment an fasziniert. Meine Tochter beobachtet das Geschehen anfangs noch aus der Ferne, von Mamas sicherem Schoss aus. Aber mit den anderen Kindern zusammen wird sie immer mutiger. Gemeinsam überlegen sie, wo die Töne sein könnten oder wo sich Heike vor ihrer besten Freundin verstecken kann, mit der sie sich gerade gestritten hat. Wie nebenbei lernen die Kinder Klavier, Konzertflügel und eine Celesta kennen (und die Erwachsenen ebenfalls). Sie singen und folgen den Musikstücken. Heike erklärt den kleinen Zuhörern den Mechanismus einer Klaviertaste und verursacht Töne, wenn sie die Stufen einer Treppe hoch- und heruntersteigt. Simon, der am Flügel sitzt, sorgt für die instrumentale Untermalung. Die Kinder sind natürlich ganz neugierig, wollen die Treppe am liebsten selbst erklimmen, um Töne zu erzeugen. Leider ist das nicht möglich. Das wäre sicher ein zusätzliches Highlight gewesen. Dafür bekommt jedes Kind seinen eigenen Ton geschenkt, denn selbstverständlich gibt’s ein Happy End. In einem Koffer sind die Töne versteckt.

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Bevor Heike schon zu ihrem nächsten Fall eilt, machen alle noch gemeinsam Musik: Erst den Ton zwischen den Handflächen rollen und dann hüpfen lassen. Da sitzt niemand mehr still, alle Kinder laufen auf dem roten Teppich umher, während überall Töne rollen und hüpfen.

Ein musikalisches Erlebnis für die Kleinen wie auch die Großen. Es ist schön zu sehen, wie begeistert die Kinder sich beteiligten und der Geschichte sowie der Musik folgten. Eine äußerst kurzweilige Vorstellung. Ende Januar und Ende Februar wird „Hokus Pokus Musikus“ aufgeführt. Da werden wir sicher wieder dabei sein. Die genauen Termine findet ihr hier.

Mehr Informationen zum Programm – auch für ältere Kinder – findet ihr unter www.oper-frankfurt.de.

Fotos und Text: Ingrid Sellien

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