Quasi Silberhochzeit: 25 Jahre Deutsche Einheit

Partystimmung in Frankfurt. Wieso? Weshalb? Am letzten Wochenende, um den 3.Oktober herum, stand die Innenstadt ganz im Zeichen der Deutschen Einheit. Die Vorbereitungen waren schon in der ganzen Woche spürbar, Plätze wurden abgesperrt, Zelte und große Musik-Bühnen aufgebaut. Am Freitag fing die Party an. Reinfeiern – warum nicht! Leider nicht mit uns. Cro muss ohne uns rocken. Erst am Samstag machten wir uns auf den Weg, der Opernplatz war unser Ziel. In der Oper war die Führungsriege Deutschlands fast komplett versammelt, entsprechend geschützt wurde das Gebäude. Den Einzug der Polit-Größen hatten wir allerdings verpasst, das heißt meine Tochter hat leider kein Selfie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Mit einigen Tagen Verspätung meine Eindrücke vom Festtag in Frankfurt, dem Veranstaltungsort der zentralen Feierlichkeiten – bei herrlichem Wetter und mit viel Programm

Durch eine Live-Übertragung auf den Platz waren wir zumindest fast direkt dabei. Die spannende Entwicklung der letzten Jahre wurde durch aufwühlende Musik, Bilder und Reden dargestellt. Es wächst zusammen, was zusammen gehört, wie Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Rede sagte. Für den einen hätte es schneller gehen können, für den anderen ist es noch viel zu wenig. Ich finde es gut, dass wir das überhaupt erleben können – im Gegensatz zu manch anderen Ländern. So viele Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland wachsen mittlerweile ohne diese Grenze vor Augen und im Kopf auf. Und wie gelebte Demokratie aussieht, konnte man an den diversen Demonstrationen sehen, die rund um die Veranstaltungen zur Wiedervereinigung stattfanden.

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Zeit zum Entspannen auf den Bundesrat-Liegestühlen

Meine Tochter verbrachte während der Reden ihren Mittagsschlaf auf Papas Arm. Starker Papa! Anschließend besuchten wir – nach Currywurst und Flammlachs – den Bundesrat und Bundestag. Ja, richtig gelesen! In großen Zelten konnten wir uns über die Verfassungsorgane und ihre Arbeit informieren, Politiker kamen vorbei, hielten Reden und wer wollte, konnte sich hinter dem Rednerpult des Bundestags fotografieren lassen. Wir haben uns vor allem die Kinderecke angesehen und auf die Suche nach Luftballons begeben. Und nicht nur wir, sondern auch viele andere Eltern standen Schlange, um für ihre Kinder einen heißgeliebten Ballon zu ergattern. Ein zusätzliches Highlight war ein Tütchen mit Gummibärchen in Form des Reichstagsgebäudes.

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Willkommen im Kinderbereich mit Luftballons, Gummibärchen und Malstiften

Weniger erfolgreich war unser Weg zum Kinderland, das auf der anderen Main-Seite lag. Das Main-Ufer und die Brücken waren so voll, dass wir den Überquerungsversuch ganz schnell abgebrochen haben. Die andere Flussseite wirkte auf einmal unerreichbar. Wir wandelten lieber weiter durch die Stadt, sahen bunt angemalte Trabis und volkstümliche Musik-Trachten-Gruppen. Das Bild prägten außerdem die stylischen, weißen Hüte einer bekannten Mobilfunk-Firma – ein wirklich guter Werbecoup. Und natürlich die Polizei. Meine Tochter, als großer Tatütata-Fan, kam voll auf ihre Kosten.

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Viele, viele Leute, die gemeinsam feiern – und ein großes Polizei-Aufgebot

Fotos und Text: Ingrid Sellien

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