5 Fragen an … MonaFee, 35 Jahre, Yoga-Lehrerin

MonaFee ist im wunderschönen Allgäu – umgeben von Bergen, Seen und Wäldern – aufgewachsen bevor es sie nach Berlin zog. Der Liebe wegen. Ursprünglich war die studierte Betriebswirtin in renommierten Werbeagenturen tätig, bevor sie sich für einen anderen Weg entschied: Seit fünf Jahren erfreut sie mittlerweile die Berliner mit ihren Yoga-Kursen und ist Mama einer 3-jährigen Tochter.

MonaFee beim Yoga am Strand – noch während ihrer Schwangerschaft

Liebe MonaFee,

1. wie kamst du zum Yoga und zum Unterrichten?
Das hektische Agenturleben bestand aus vielen Überstunden bis spät in die Nacht oder am Wochenende, ich merkte einfach, ich brauchte einen Ausgleich. Anfangs belächelte ich die Yogis und dachte an die typischen Klischees wie Räucherstäbchen und Rooibuschtee. Eine Freundin meinte jedoch, es wäre genau das Richtige für mich, ich müsste nur meinen Yogastil finden. Ich fing im Spirit Yoga in Berlin Mitte mit Vinyasa-Flow Yoga an und hatte Glück, dass ich gleich eine Lehrerin fand, die ich sympathisch, kompetent und authentisch fand. Mir gelang es, meinen Körper herauszufordern, ohne ihn zu überfordern, und den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Das schaffte bis dahin keine andere Sportart.
Der Wunsch, mehr über Yoga für die eigene Praxis zu erfahren, war schließlich auch der Antrieb, um eine Yogalehrerausbildung zu machen. Und da ich leidenschaftlich gerne mit Menschen arbeite und kommuniziere, war mir dieser Weg vom Schüler zum Lehrer vorherbestimmt. Eben diese Saat, die in meiner ersten Yogastunde in mir gepflanzt wurde, wollte ich bei meinen Schülern säen und sie auf ihrem persönlichen Yogaweg begleiten.

2. Begeistert dich beim Yoga die spirituelle oder die sportliche Ebene und wie wirkt es sich auf dein Leben aus?
Momentan ist es noch stark das Körperliche, da mir das gerade vor der Schwangerschaft und in der Agenturzeit half, meinen Kopf freizubekommen, und nach der Schwangerschaft, um wieder zu meinem Körper zurückzufinden. Aber auch die spirituellen Wurzeln lerne ich mehr und mehr zu lieben, je länger ich praktiziere. Denn Yoga findet nicht nur auf der Yogamatte statt, sondern ist vielmehr der Umgang mit Menschen, Tieren und Pflanzen, aber in erster Linie der Umgang mit sich selbst. Wenn du dich selbst liebst und spürst, kannst du das weitergeben. Mir hat Yoga Zeit gegeben, innezuhalten und zu überlegen, was ich wirklich will und was mir wichtig ist, und damit mein Leben verändert. Sonst stünde ich jetzt nicht an diesem Punkt, gesund, verheiratet und glückliche Mama – davon bin ich überzeugt.

3. Deine Tochter ist gerade 3 Jahre alt geworden. Lässt sich das Muttersein gut kombinieren und macht sie schon mit dir Yoga-Übungen?
Ich liebe es, Mama zu sein und in dieser Rolle aufzugehen; genauso liebe ich es, Yoga zu unterrichten und die Schüler auf ihrem Weg zu begleiten. Und meine Tochter hat bereits im Mutterleib die eine oder andere Verrenkung gemacht und die Frauenärzte zum Schmunzeln gebracht. Jetzt macht sie wie alle Kinder spielerisch und unbewusst Yogaübungen. Beobachtet man Kinder, kann man immer wieder Posen erkennen – sei es Happy-Baby, Kobra oder herabschauender Hund. Meine Tochter hat großen Spaß daran, neben mir ihre eigene Matte auszurollen oder meine zu okkupieren. Es ist mir dabei aber wichtig, dass das Interesse von ihr kommt.

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MonaFees Tochter hat sich mit auf Mamas Matte geschummelt

4. Du bietest auch Kurse für Schwangere an. Ich bin selbst gerade schwanger, warum würdest du mir zu einem Kurs raten?
Herzlichen Glückwunsch! Da freuen wir uns natürlich sehr, du bist herzlich eingeladen, an unserem Retreat teilzunehmen :-). Für mich ist es eine große Ehre, andere Frauen in ihrer Schwangerschaft zu begleiten. Und gerade durch meine eigene Schwangerschaft kenne ich die positiven Eigenschaften vom pränatalen Yoga und unterrichte es mit Begeisterung. Es ist für den schwangeren Körper konzipiert und geht auf ihn ein.
Schwangerschaftsbedingte Beschwerden können gezielt gelindert werden, Stress reduziert. Die Ruhe und Gelassenheit der Mutter überträgt sich auch auf das ungeborene Kind. Natürlich gibt es auch andere Sportarten, die dich körperlich fit halten. Aber im pränatalen Yoga geht es neben der körperlichen Fitness ebenso um die mentale Stärke. Es fördert den frühzeitigen Kontakt zwischen Mutter und Baby und stärkt die Bindung. Muttersein beginnt nicht erst mit der Geburt, sondern lange davor. Während der Yogaklasse finden viele werdende Mütter Zeit, um sich ganz diesem Wunder der Natur hinzugeben.

Mona-Fee und Kati, die Organisatorinnen des Yoga-Wochenendes für Schwangere

MonaFee und Kati, die Organisatorinnen des Yoga-Wochenendes für Schwangere

5. Vom 24.9. bis 27.9.2015 planst du zusammen mit Kati Weilhammer, die ebenfalls Yogalehrerin ist, ein Yoga-Retreat für Schwangere. Was ist das und was passiert da?
Kati und ich stellten fest, dass viele Schwangere gerne mehr als 75 Minuten Yoga absolvieren möchten. Hinzu kommt der ungezwungene Austausch vor und nach den Kursen mit anderen Mamis, die gerade dasselbe durchleben. So entwickelte sich die Idee zu einem Yoga-Wochenende. Denn egal ob es das erste, zweite oder dritte Kind ist, eine werdende Mutter sollte zwischendurch die Möglichkeit haben, aus dem Alltag auszusteigen, um sich auf das ungeborene Kind zu konzentrieren. Und das nicht nur auf die Kurszeit beschränkt oder abends beim Zubettgehen, wenn der Untermieter noch nicht schlafen will. Die körperliche Fitness, die Vorbereitung auf die Geburt wie auch das Zurückgewinnen der alten Stärke sind eine Seite, das mentale Vorbereiten und das Loslassen sind die andere und eine wichtige Säule in unserem Unterricht. Die Geburt erfordert jede Menge Kraft, Ausdauer sowie tiefe, innere Ruhe und Entspannung. Yoga hilft den Schwangeren dies zu erlangen.
Für unser Prenatal-Retreat sind keinerlei Yoga-Vorkenntnisse nötig, denn viele Frauen starten erst in der Schwangerschaft ihre Yogapraxis und bleiben dann dabei. Gerade in einem mehrtägigem Retreat ist es leicht möglich, erste Schritte auf der Yogamatte zu wagen: Durch die begrenzte Teilnehmerzahl und den Luxus zwei Lehrer in einer Klasse zu haben, findet eine intensivere Betreuung statt.

Ich danke dir ganz herzlich für das Interview und wünsche euch ganz viel Freude und Erfolg mit eurem Projekt! 

MonaFeeYogaRetreatKurzinfo zum Prenatal-Yoga Retreat vom 24.9. bis 27.9.2015:
Wer Interesse und Zeit hat, kann sich noch für das Yoga-Wochenende für Schwangere anmelden. Es sind noch wenige Plätze frei. Als Location haben MonaFee und Kati sich die idyllisch gelegene und liebevoll restaurierte Breitenteicher Mühle in der Uckermark ausgesucht. Neben den Kurseinheiten können auch Privatstunden gebucht werden oder Ganzkörpermassagen mit ätherischen Ölen zur Entspannung. Und wer am nächsten Termin keine Zeit hat, weitere Wochenenden sind geplant. MonaFee und Kati halten schon Ausschau nach anderen magischen Orten in Deutschland. Mehr Infos findet ihr unter: www.monafee.yoga

Fotos: Breitenteicher Mühle, MonaFee; Interview: Ingrid Sellien

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